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Trennmittel


zu den Produkten
Um das Anhaften der Epoxid- und Polyester-Laminate an der Negativ-Form-Wand zu verhindern, werden Trennmittel eingesetzt. Diese Trennmittel bemessen sich nach folgenden Kriterien: z.B. = sicheres Entformen, Oberflächengüte des Positivs, hohe Entformstückzahl, chem. u. mech. Schutz der Formoberfläche, ausreichende Affinität, bedarfsmäßige Temperaturbeständigkeit, geringe Rückstände und Wachsaufbau, gute Polierbarkeit, sichere Filmbildung usw. Letztere ist entscheidend dann, wenn von einer ungünstigen Oberfläche abgeformt werden soll (z.B. Holz, Beton, Gips, Metall, GfK usw.), und hier gilt, je saugfähiger der Untergrund ist, desto kritischer wird sich die Entformung gestalten. Bei saugenden Untergründen wird man nur Trennwachse einsetzen können und zwar werden diese so oftlagig aufgebracht, bis eine geschlossene Wachsoberflächenschicht erreicht ist und alle Microporen ausgefüllt bzw. überspannt sind. Besser noch, die Oberfläche des abzuformenden Werkstückes wird in geeigneter Weise vorher mit Versiegler, Porenfüller, Spachtelmassen, Lacken o.ä. präpariert. Was auch immer an Trennmitteln eingesetzt werden wird, immer wird entscheidend bleiben, daß ein spezielles, auf die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse abgestelltes Arbeitsverfahren angewendet wird. Für den einen gilt dieses, für den anderen jenes Verhalten im Umgang und den Einsatz von Trennmitteln als das Richtige. Am wenigsten entscheidend ist der Preis eines Trennmittels oder eines Trennmittelsystems. Das zunächst augenscheinlich teuerste kann in Punkto Entformsicherheit, Entformstückzahl, Oberflächengüte usw. letztlich dann das wirtschaftlichste sein.

Anwendung: Nachstehend stellen wir mal übersichtshalber wichtige Details zusammen, die beim Kapitel "Trennmittel" mindestens Beachtung und Anwendung finden sollten, damit sicheres Entformen aus Negativ-Formen gewährleistet werden kann:

1. Bei Neuformen (noch nicht eingefahren)
1.1 Reinigen der Oberfläche

1.2 Aufbringen von Trennmitteln in geeigneter Form und Mehrmaligkeit (z.B. Trennwachs oder Trennspray). Zwischen den einzelnen Arbeitsgängen ausreichend lange Ablüftzeit beachten, ggfl. auspolieren

1.3 Gegebenenfalls Aufbringen von Trennlack (z.B. PVA-Trennlack in farblos oder farbig). Trennlack wird einmal dünn aufgetragen und muß bei jeder Entformung wiederholt werden, der Trennlackfilm ist wasserlöslich.
  

2. Bei Altformen
2.1 Reinigen der Oberfläche

2.2 Aufbringen von Trennmitteln (siehe 1.2)

2.3 Wenn "eingefahren", ist mehrmaliges Entformen, ohne zwischendurch zu wachsen, möglich.
  

3. Applikation
3.1 Da alle Medien Lösungsmittel tragen, muß jeweils zwischen 2 Arbeitsgängen ausreichend "Ablüftzeit" vergehen
(mind. 20 - 30 min/20 °C). Lösungsmittelreste, häufig anzutreffen bei "Trennmittel-Ansammlungen", führen regelmäßig zu Fehlstellen in der Positiv-Oberfläche, möglich sind auch in diesen Bereichen trotz Trennmitteleinsatz unlösliche Verbindungen.

3.2 Das Auftragen aller "Trennmittel" erfolgt in dünnen und gleichmäßigen Schichten mittels Feinpinsel, Moltoprenpinsel, Schwamm oder weichem, sauberen Wollappen. Das Auspolieren geschieht ebenso mit einem weichem, sauberen Wollappen oder Schwabbelscheibe.

3.3 Bei Neuformen und Erstentformung ist mehrmaliges Eintrennen und Auspolieren erforderlich.
Der sicherste Weg: Trennwachsen und anschließend Trennlacken.

3.4 Verarbeitungstemperatur wie bei allen Arbeiten mit flüssigen Kunststoffen: nicht unter 20 °C. Oberflächen müssen fettfrei, sauber und trocken sein.

3.5 Bei Einsatz von Trennlacken (PVA-Lacken farblos oder farbig): nach jeder Entformung auswaschen (mit warmen Wasser) und anschließend neu mit PVA-Trennlack eintrennen.
 
 

4. Hinweis: Probeentformung zur Festlegung geeigneter Trennmittelsysteme und Verfahren durchführen.